Wer mit seinem Seestar längere Nächte unter dem Sternenhimmel verbringen möchte, kennt vermutlich das Problem: Irgendwann macht der Akku schlapp. Und das meistens genau dann, wenn man eigentlich noch weiter Photonen sammeln möchte.
Auch ich musste feststellen, dass die Laufzeit des internen Akkus für meine Art der Astrofotografie einfach nicht ausreicht.
Nach rund vier Stunden war Schluss
Bei meinen bisherigen Beobachtungsnächten kam ich mit dem internen Akku und eingeschalteter Tauheizung auf ungefähr vier Stunden Laufzeit.
Das klingt zunächst gar nicht so schlecht. Wer allerdings schon einmal mehrere Stunden ein lichtschwaches Deep-Sky-Objekt fotografiert hat, weiß, wie schnell diese Zeit vergeht.
Gerade bei Nebeln oder Galaxien möchte man möglichst viel Belichtungszeit sammeln. Vier Stunden sind da manchmal gerade erst der Anfang.
Hinzu kommt, dass die Tauheizung bei feuchten oder kühlen Nächten durchaus wichtig ist. Schließlich bringt einem die längste Akkulaufzeit nichts, wenn die Optik irgendwann beschlägt.
Für mich war deshalb klar: Eine zusätzliche Stromversorgung muss her!
Die Lösung: Eine Powerbank für 35 Euro
Ich habe mich schließlich bei Amazon für eine Powerbank mit 20.000 mAh Kapazität entschieden.
Kostenpunkt: ungefähr 35 Euro.
Mir ging es dabei nicht um eine besonders teure oder ausgefallene Lösung. Ich wollte einfach eine unkomplizierte Möglichkeit haben, mein Seestar über einen längeren Zeitraum mit Strom zu versorgen.
Die Powerbank lässt sich über USB-C mit dem Seestar verbinden und unterstützt es während der Beobachtung mit zusätzlicher Energie.
Und ich muss sagen: Die Anschaffung hat sich für mich gelohnt.
Sechs Stunden fotografiert – und noch 54 % übrig!
Vor Kurzem konnte ich meine neue Stromversorgung bei einer längeren Aufnahmesession ausgiebig ausprobieren.
Das Seestar lief dabei ganze sechs Stunden.
Als ich anschließend auf die Ladestandsanzeige meiner Powerbank schaute, war ich durchaus überrascht:
Es waren tatsächlich noch 54 % Akkukapazität vorhanden!
Damit hatte ich nach sechs Stunden Betrieb noch mehr als die Hälfte der angezeigten Powerbank-Ladung übrig.
Für mich ist das ein deutlicher Fortschritt gegenüber den ungefähr vier Stunden, die ich zuvor allein mit dem internen Akku erreicht hatte.
Natürlich hängt die tatsächliche Laufzeit von verschiedenen Faktoren ab. Außentemperatur, Nutzung der Tauheizung und der Ladezustand des internen Akkus spielen dabei eine wichtige Rolle.
Auch die Prozentanzeige der Powerbank lässt sich nicht einfach in eine exakte verbleibende Laufzeit umrechnen.
Trotzdem zeigt mein Praxistest, wie viel eine zusätzliche Stromversorgung bringen kann.
Worauf sollte man bei einer Powerbank achten?
Wer ebenfalls über eine Powerbank für sein Seestar nachdenkt, sollte nicht ausschließlich auf die angegebene Kapazität achten.
Wichtig ist vor allem, dass die Powerbank am USB-C-Anschluss die für das jeweilige Seestar-Modell benötigte Spannung und Stromstärke bereitstellen kann.
Auch ein vernünftiges USB-C-Kabel ist sinnvoll, besonders wenn das Teleskop über mehrere Stunden draußen betrieben wird.
Und noch etwas sollte man berücksichtigen: Bei niedrigen Temperaturen können Powerbanks an nutzbarer Kapazität verlieren.
Deshalb empfiehlt es sich, die Powerbank möglichst vor starker Kälte und Feuchtigkeit zu schützen, ohne sie dabei vollständig luftdicht oder wärmeisoliert einzupacken.
Mein Fazit: Kleine Investition, großer Nutzen
Für mich gehört die Powerbank inzwischen zur festen Ausrüstung, wenn ich mit meinem Seestar auf Photonenjagd gehe.
Die rund 35 Euro waren gut investiert.
Statt ständig auf den Akkustand achten zu müssen, kann ich mich jetzt deutlich entspannter auf meine Aufnahmen konzentrieren.
Besonders bei längeren Deep-Sky-Sessions oder Mosaikaufnahmen ist das ein echter Vorteil.
Natürlich kann ich nicht versprechen, dass jeder mit einer 20.000-mAh-Powerbank dieselbe Laufzeit erreicht. Dafür unterscheiden sich die Bedingungen und der Stromverbrauch zu stark.
Aber meine bisherigen Erfahrungen sind eindeutig positiv.
Sechs Stunden Aufnahmezeit und noch 54 % in der Powerbank – damit kann ich wirklich gut leben!
Mich würde interessieren: Wie versorgt ihr euer Seestar bei längeren Beobachtungsnächten mit Strom? Reicht euch der interne Akku oder verwendet ihr ebenfalls eine Powerbank?
