


Smart Telescope Studio – Neue kostenlose App für Smart-Teleskope sucht Testdaten
Vor ein paar Monaten hat sich Christian Menzer ein Seestar S30 Pro gegönnt. Relativ schnell stellte er allerdings fest, dass er mit der verfügbaren Software für den Mac nicht wirklich glücklich wurde.
Abstürze, zusätzliche Installationen, teilweise komplizierte Arbeitsabläufe – vieles fühlte sich für ihn einfach nicht so an, wie er es von einer guten Mac-Anwendung erwartet.
Also hat er sich hingesetzt und kurzerhand selbst eine App entwickelt.
Smart Telescope Studio
Die Anwendung trägt den Namen Smart Telescope Studio und wurde speziell für die Bearbeitung von Aufnahmen aus Smart-Teleskopen entwickelt.
Die ersten Versionen befinden sich aktuell bereits in der Prüfung für den App Store.
Schon jetzt deckt die App einen großen Teil des kompletten Workflows ab – vom Stacking über die weitere Bildbearbeitung bis hin zum fertigen Export.
Auch erste KI-Funktionen sind bereits integriert. Modelle zum Entrauschen lassen sich schon gut einsetzen und auch die Sternentfernung funktioniert laut Entwickler inzwischen brauchbar. An der KI-gestützten Schärfung der Sterne wird dagegen noch gearbeitet.
Mit seinem eigenen Seestar S30 Pro funktioniert die Anwendung bereits gut – einschließlich Mosaik-Stacking.
Doch genau hier beginnt das Problem: Um Smart Telescope Studio zuverlässig mit möglichst vielen verschiedenen Smart-Teleskopen testen und optimieren zu können, werden weitere echte Aufnahmedaten benötigt.
Gesucht werden FITS-Daten von Seestar-Teleskopen
Für normale FITS-Serien werden derzeit Daten folgender Modelle gesucht:
Seestar S30 und Seestar S50 Pro
Ideal wären vollständige Aufnahmeserien mit einer Gesamtbelichtungszeit von etwa 1 bis 3 Stunden oder länger.
Noch wichtiger sind umfangreiche FITS-Mosaike von:
Seestar S30, Seestar S50 und Seestar S50 Pro
Optimal wären größere Mosaike, beispielsweise 2×-Mosaike, die über mehrere Stunden aufgenommen wurden. Kleinere Mosaike sind ebenfalls hilfreich.
Gerade bei Mosaiken ist umfangreiches Testmaterial wichtig. Unterschiedliche Sensoren, Bildgrößen und die jeweilige Aufteilung beziehungsweise Überlappung der einzelnen Aufnahmen können Einfluss auf das Stacking haben.
Ziel ist es, Smart Telescope Studio möglichst zuverlässig auf die verschiedenen Geräte abzustimmen – ohne dafür jedes einzelne Smart-Teleskop selbst kaufen zu müssen.
Auch DwarfLab-Daten werden gesucht
Interessant sind außerdem Nutzer von DwarfLab-Teleskopen.
Der Entwickler hat bereits einen DWARF Draco bestellt und erwartet das Gerät, besitzt aktuell aber noch keine passenden Aufnahmedaten der bisherigen DwarfLab-Modelle.
Besonders interessant wäre deshalb zu erfahren, wie dort beispielsweise Mosaike aufgebaut sind, welche Aufnahmemodi zur Verfügung stehen und wie die erzeugten FITS-Daten strukturiert sind.
Wer sich mit DwarfLab-Geräten gut auskennt oder entsprechende Testdaten zur Verfügung stellen kann, darf sich ebenfalls gerne melden.
Wer möchte beim Testen helfen?
Wer geeignete FITS-Serien oder Mosaik-Aufnahmen besitzt und das Projekt unterstützen möchte, kann direkt Kontakt mit Christian Menzer aufnehmen:
E-Mail: mail@christian-menzer.com
Die Daten können beispielsweise als gezippte Serie über einen Google-Drive-Link bereitgestellt werden. Alternativ kann für größere Datenmengen ein direkter Upload auf das NAS des Entwicklers eingerichtet werden.
Und was soll die App kosten?
Hier gibt es eine besonders erfreuliche Nachricht:
Smart Telescope Studio soll zu 100 Prozent kostenlos angeboten werden.
Sobald die Prüfung im App Store abgeschlossen ist und die Anwendung offiziell verfügbar wird, werden wir uns Smart Telescope Studio natürlich genauer ansehen.
Gerade für Nutzer von Smart-Teleskopen, die ihre Aufnahmen am Mac oder iPad bearbeiten möchten, könnte hier eine sehr interessante neue Alternative entstehen.

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