
Neues Update für Sirils „Smart Preprocessing“ Skript – Voller Support für Dwarflab Draco!
Wer seine rohen FITS-Dateien zügig und effizient stacken möchte, kommt an den genialen Automatisierungen für Siril kaum noch vorbei. Der YouTuber Naztronomy hat soeben ein sehr spannendes neues Video veröffentlicht („Dwarflab Draco Raw to Final Image in Siril“), in dem er nicht nur exklusive Prototypen-Daten des kommenden Dwarflab Draco bearbeitet, sondern auch ein massives Update für sein extrem beliebtes Smart Telescope Preprocessing Skript vorstellt.
Hier ist eine kurze Inhaltsangabe und die wichtigsten Neuerungen, die das Update für unseren Workflow mitbringt.
Was ist neu im Smart Preprocessing Skript?
Naztronomy hat unter der Haube ordentlich nachgelegt, um die Vorverarbeitung noch automatisierter und fehlerfreier zu gestalten:
- Offizieller Support für neue Geräte: Das Highlight des Updates ist direkt im Dropdown-Menü des Skripts sichtbar. Ab sofort werden der Dwarflab Draco und auch das ZWO Seestar S50 Pro nativ unterstützt.
- Mosaik-Stacking: Das Skript ist nun in der Lage, auch die neuen Mosaik-Aufnahmen des Draco problemlos zu verarbeiten.
- Intelligentes File-Management: Dank einer Kooperation mit weiteren Entwicklern entfällt das lästige manuelle Sortieren der Rohdaten. Das Skript liest nun direkt die von Dwarflab standardmäßig erstellte
shotsinfo.json-Datei aus. Solange diese Datei im Ordner liegt, findet das Skript die Kalibrierungsframes (wie Darks, Flats, Biases) und Lights völlig automatisch – ein separater „Lights“-Ordner muss nicht mehr zwingend angelegt werden. - Höheres Dateilimit: Für Windows-Nutzer wurde das Limit für die maximalen Dateien pro Batch massiv nach oben geschraubt. Es liegt nun bei 8.100 Bildern pro Durchlauf.
Der „FAST“ Workflow in Aktion
Im Video demonstriert Naztronomy das Skript anhand von knapp 3 Stunden Belichtungszeit des Blasennebels (Caldwell 11), aufgenommen mit einem Draco-Prototypen. Die Stacking-Geschwindigkeit ist beeindruckend: Inklusive Drizzling war der Stack der 34 Dateien in nur rund 48 Sekunden komplett abgeschlossen!
Für die anschließende Bildbearbeitung nutzt er das Zusatz-Skript „Workflow Companion“ und führt Schritt für Schritt durch einen Basis-Workflow (Plate-Solving, Starnet-Sternentfernung, Hintergrundabzug, Strecken per GHS, Rauschunterdrückung und Sterne final wieder einfügen).
Besonders praktisch: Naztronomy stellt seinen Basis-Workflow für den Draco kostenlos als Datei zur Verfügung, die man sich direkt in den Workflow Companion laden kann. Einziges kleines Manko der gezeigten Prototypen-Daten war ein leichter Halo um sehr helle Sterne – hier hofft Naztronomy, dass die finalen 13nm SHO-Filter des Produktionsmodells dies noch beheben werden.
Wer das Update selbst testen möchte, kann sich die neueste Version des „Smart Telescope PP“ Skripts einfach über den integrierten Skript-Manager in Siril herunterladen und aktualisieren.
CS Steff Sarek

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