Ein neuer Player im Smart-Teleskop-Markt: Sky-Watcher überrascht mit Weltpremiere

Die Gerüchteküche in der Astronomie-Community brodelt: Völlig überraschend hat der deutsche Distributor Optical Vision Ltd. auf der Fotomesse Imaging World 2026 in Nürnberg eine kleine Überraschung präsentiert: ORBIS S60EDX: Das erste eigene Smart-Teleskop von Sky-Watcher.

Da sich der Hersteller selbst auf seiner offiziellen Website noch bedeckt hält, haben wir die wenigen gesicherten Fakten und eine erste Einschätzung für euch zusammengefasst.

Die harten Fakten: Was wir bisher wissen

Da es noch kein offizielles Datenblatt gibt, basieren alle gesicherten Informationen auf der ersten Messe-Präsentation:

  • All-in-One-System: Sky-Watcher bricht radikal mit klassischen, modularen Montierungen (wie der Star Adventurer Serie) und setzt auf ein voll integriertes, geschlossenes System.
  • Auffälliges Gehäusedesign: Das Teleskop nutzt ein robustes, fast eiförmiges Gehäuse. Die Optik ist darin fest in einer Gabelmontierung gelagert.
  • Dual-Kamera-System: Auf der Frontseite fallen sofort zwei Linsen auf. Neben der großen Hauptoptik gibt es ein kleineres, darüber liegendes Objektiv. Und oben scheint es ein Okular für die zusätzliche visuelle Beobachtung zu geben.

Unsere Einschätzung: Mutiger Schritt in die Zukunft

Sky-Watcher betritt den Markt für Smart-Teleskope relativ spät, schickt dafür aber ein optisch extrem eigenständiges Gerät ins Rennen. Das Design polarisiert im Vergleich zur eleganten Konkurrenz von ZWO (Seestar) oder Vaonis (Vespera) deutlich. Es wirkt weniger wie ein Lifestyle-Produkt, sondern eher wie ein robustes, mechanisches Outdoor-Werkzeug.

Spannend bleibt die Frage nach den inneren Werten: Wenn Sky-Watcher seine jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Nachführung und Optik zu einem wettbewerbsfähigen Preis einbringt, könnte das Gerät eine ernsthafte Alternative für Astrofotografen werden, die den Komfort eines vollautomatischen Systems suchen.

Update (04.10.26 21:00 Uhr)
Sky-Watcher betritt die Bühne – Der ORBIS 60EDX

Während wir uns kürzlich noch detailliert mit den Optik- und Sensorentwicklungen aktueller Geräte wie dem Draco oder potenziellen neuen Modellen von ZWO beschäftigt haben, hat Sky-Watcher auf der Imaging World 2026 in Nürnberg eine echte Überraschung präsentiert. Der etablierte Teleskop-Hersteller steigt mit dem ORBIS 60EDX nun offiziell in den Markt der All-in-One Smart-Teleskope ein.

Die nun (auf einer polnischen Seite) aufgetauchten Spezifikationen lesen sich wie eine direkte Antwort auf die Limitierungen bisheriger Modelle:

  • Optik & Lichtstärke: Das Gerät kommt mit einer 60-mm-Öffnung bei f/5 (300 mm Brennweite). Im Vergleich zur etablierten 50-mm-Klasse bedeutet das einen Sprung von rund 44 % mehr Lichtsammelleistung.
  • Dual-Sensor-Design (STARVIS 2): Sehr spannend ist die Wahl der Sensoren. Das Hauptteleskop nutzt den Sony IMX585 (8,3 Megapixel, 4K). Dieser Sensor ist in der Astro-Community extrem beliebt, da er ohne Amp-Glow auskommt und eine hervorragende Infrarot-Empfindlichkeit sowie hohe Full-Well-Kapazität bietet. Die aufgesetzte zweite Linse, zuständig für Weitfeld und Plate-Solving, ist mit einem Sony IMX662 ausgestattet. Ein starkes Setup, das hochwertiges Rohmaterial (FITS) für die spätere Bildbearbeitung verspricht.
  • Das Alleinstellungsmerkmal – Visuelle Beobachtung: Was das kompakte Gehäuse (das auf ein raffiniert gefaltetes optisches Design schließen lässt) besonders macht: Es verfügt über einen echten Okular-Einblick. Damit schlägt Sky-Watcher eine Brücke zwischen der digitalen Smart-Fotografie und der klassischen, visuellen Live-Beobachtung von Mond und Planeten.
  • Die Basis-Ausstattung: Automatisches Tracking und Plate-Solving, motorisierter Autofokus, integrierte Filter, großzügige 128 GB interner Speicher und ein 12.000 mAh starker Akku runden das Paket ab.

Ein finaler Preis wurde für den ORBIS 60EDX noch nicht kommuniziert, er soll in den kommenden Wochen nachgereicht werden. Klar ist aber jetzt schon: Mit dieser Kombination aus 60mm-Optik, dem IMX585 und der visuellen Beobachtungsfunktion legt Sky-Watcher die Messlatte für die nächste Generation der Smart-Teleskope ein deutliches Stück nach oben.

Hier jetzt noch die neuesten Infos direkt vom deutschen Distributor:

Das Orbis 60EDX hat ein 60mm Objektiv (4-linsiges ED Design) mit 300mm Brennweite (f/5)

Es werden, im Gegensatz zur Konkurrenz, die original Sony Sensoren IMX 585 (Starvis 2) mit 8,3 Mio Pixeln (3840×2160) für das Teleskop und der IMX 662 für die Weitwinkelkamera (Milchstraße, Zeitraffer, Szenerie) verwendet.

Den größten Unterschied zu allen anderen Smart-Teleskopen dürfte jedoch die Möglichkeit sein, dass man über ein Klappspiegel auch einmal durch das Gerät hindurchschauen und es wie ein echtes Teleskop verwenden kann. Es hat einen 1 1/4 Zoll Anschluss mit einem Helikalfokusierer.

Es wird mit einem Stativgewinde, 128GB Speicher, sowie eine 12.000 mAh Akku (Laufzeit etwa 8 bis 10 Stunden) ausgestattet sein, sowie einen USB-C Anschluss mit Schnellladefunktion. Dieser kann aber auch als Speichererweiterung direkt mit einem USB Stick bestückt werden (man muss also nicht extra das ganze Teleskop am PC anstöpseln, um an die Bilder zu gelangen).

Was haltet ihr von dem neuen Look? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

ORBIS 60EDX

Quelle: https://www.facebook.com/opticalvisionltd

ORBIS 60EDX

Quelle: https://www.facebook.com/opticalvisionltd


2 Kommentare zu „Ein neuer Player im Smart-Teleskop-Markt: Sky-Watchers geheime Weltpremiere ORBIS 60EDX (Update 05.10.26)“

  1. Avatar von evi-wendlinger
    evi-wendlinger

    Das habe ich heute tatsächlich 2x bei unterschiedlichen Quellen gelesen! Beim ersten Artikel schienen die meisten zu denken, es wäre reine KI, also Fake. Und beim zweiten Artikel in polnisch schaute es dann schon echter aus und wurde auch als echt diskutiert. Vor allem das Okular (?) bin echt gespannt ob das dann tatsächlich so existiert.

    1. Avatar von steff_sarek
      steff_sarek

      Ja, ich war anfangs auch ziemlich unsicher, ob das tatsächlich echt ist. Das Design ist schon recht skurril und alles andere als gewöhnlich. 😄
      Was mich zusätzlich gewundert hat, ist, dass Skywatcher ein solches Gerät offenbar ohne vorherige Ankündigung ausgerechnet über einen Distributor auf einer Fotomesse in Deutschland erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Messe und der Distributor existieren natürlich tatsächlich, und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass einer der größten deutschen Skywatcher-Distributoren eine solche Falschmeldung verbreitet. Insofern spricht doch einiges dafür, dass es sich tatsächlich um ein reales Produkt handelt.
      Die polnische Seite habe ich übrigens auch schon entdeckt. Die dort aufgeführten technischen Daten werde ich noch in den Artikel einarbeiten. Die sind schon klasse!
      Ich finde das Produkt jedenfalls ausgesprochen interessant – gerade auch wegen der zusätzlichen Möglichkeit, damit visuell zu beobachten. Das könnte dem Gerät durchaus einen besonderen Reiz verleihen. Ich bin gespannt, was wir dazu in nächster Zeit noch erfahren werden!

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