Gestern war ich zum ersten Mal mit meinem Seestar S50 Pro nicht zufrieden.

Ich hatte alles aufgebaut und IC 1396A angefahren. Als sich kurzfristig eine Wolkenlücke auftat, musste es schnell gehen. Deshalb entschied ich mich für den AZ-Modus und 30-Sekunden-Aufnahmen.

Die ersten 20 Minuten lief alles hervorragend. Danach wurde jedoch ein Frame nach dem anderen verworfen.

Zuerst dachte ich, dass wieder Wolken aufgezogen seien. Ein Blick nach draußen zeigte aber: Der Himmel war weiterhin klar.

Also baute ich alles noch einmal neu auf, richtete das Seestar erneut aus und startete eine weitere Aufnahme.

Zwischenzeitlich hatte ich auch 20-Sekunden- und 10-Sekunden-Frames ausprobiert. Leider hatte ich auch bei diesen kürzeren Belichtungszeiten sehr viel Ausschuss.

Diesmal ließ ich es 180 Minuten laufen. Ich freute mich schon, dass es offenbar geklappt hatte – bis ich mir das Rohbild ansah. Der Schreck: Die Sterne waren länglich und verzogen.

IC 1396A

Das Bild konnte ich zwar noch einigermaßen retten, und das Endergebnis kann sich meiner Meinung nach und den Umständen entsprechend sehen lassen – bis auf die linke obere Ecke.

Trotzdem kann ich mir ehrlich gesagt nicht erklären, warum gestern so viele Aufnahmen Ausschuss waren und die Sterne im Rohbild so verzogen aussahen.

Ich werde das weiter beobachten. Bis gestern war ich eigentlich sehr zufrieden mit der Nachführung

6 Kommentare zu „Erste Enttäuschung mit dem Seestar S50 Pro“

  1. Avatar von Evi
    Evi

    Hast Du dir alle Einzelaufnahmen angesehen?

    1. Avatar von Stefan

      Die einzelnen sind auch verzogen

  2. Avatar von Georgomanos

    Hallo,
    30s Einzelbelichtung im Alt-AZ, hab ich das richtig gelesen? Das ist Zuviel, im Alt-AZ nutze ich immer nur 10s

    Grüße Dimi

    1. Avatar von Stefan

      Hallo Dimi,

      eigentlich bin ich grundsätzlich bei dir. Aber bis jetzt hatte ich überhaupt keine Probleme bei 30 sekunden. Warum das gestern so schief gelaufen ist, ist mir echt ein Rätsel…

      Grüße Stefan

  3. Avatar von Volker Krug
    Volker Krug

    Das Problem ist meiner Meinung nach die starke Bildfelddrehung in Zenitnähe. Der Elefantenrüsselnebel dreht sich im Bild zur Zeit von 22 Uhr bis 1 Uhr um ca. 90 Grad, zum Vergleich dreht sich C 65 in Horizontnähe in der gleichen Zeit um nur ca. 40 Grad

    1. Avatar von Eviwendlinger@gmx.de
      Eviwendlinger@gmx.de

      Das war auch mein nächster Gedanke👍

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