Ein Bekannter hat endlich sein vorbestelltes Seestar S50 Pro bekommen. Natürlich mussten wir uns das neue Gerät direkt anschauen. Also trafen wir uns auf einer Wiese im Allgäu – mit einer, wie wir dachten, ziemlich guten Idee.

Während er sein neues Seestar auspackt, lasse ich die DJI Osmo 360 laufen und wir machen ein schönes Unboxing-Video für unsere Facebook-Community.

So zumindest der Plan. 😄

Die Idee entpuppte sich allerdings ziemlich schnell als nicht ganz so gut. Am Ende hatten wir ein ungefähr zwei Sekunden langes Video, auf dem man so gut wie nichts erkennen konnte. Nachdem wir die Geschwindigkeit reduziert hatten, war das Ganze wiederum ziemlich ruckelig.

Also Plan B: Wir suchten uns einzelne Bilder aus dem Zeitraffer heraus und stellten diese anschließend der Community zur Verfügung.

Sehr positiv hervorzuheben ist zunächst die Verpackung. Beim Karton hat sich ZWO wieder richtig Mühe gegeben – schon die Aufmachung macht neugierig und lädt förmlich dazu ein, das neue Seestar endlich auszupacken.

Nach dem Öffnen folgt allerdings recht schnell die erste kleine Ernüchterung: Im Inneren wartet wieder der bekannte EPP-Koffer. Funktional ist daran sicherlich wenig auszusetzen, optisch wirkt er jedoch weiterhin eher zweckmäßig als hochwertig. Gerade beim neuen S50 Pro hätte man sich hier vielleicht eine etwas edlere oder überarbeitete Lösung gewünscht, die besser zum Premium-Anspruch des Geräts passt.

Abends durfte ich selbst ran

Am Abend durfte ich das S50 Pro dann für ungefähr zwei Stunden mit nach Hause nehmen.

Auf den ersten Blick sieht es dem bisherigen Seestar S50 natürlich sehr ähnlich. Durch das Weiß und die glänzenden Klavierlack-Elemente wirkt das neue Modell meiner Meinung nach aber doch etwas edler.

Auch das Stativ ist etwas kürzer geworden. Möglicherweise hängt das mit dem höheren Gewicht des neuen Seestar zusammen.

Da an diesem Abend Vollmond war, stellte sich die Frage nach dem ersten Ziel eigentlich nicht wirklich:

Es musste der Mond werden.

Also das Seestar im Garten aufgebaut, Tablet im Wohnzimmer in die Hand genommen und los ging es.

Zumindest dachte ich das.

Wo ist der Mond?

Ich ließ das Seestar mehrmals den Mond anfahren – ohne Erfolg. Egal ob über die Tele- oder die Weitwinkelansicht.

Also zunächst das Seestar kalibriert.

Auch das wollte allerdings nicht sofort funktionieren. Erst ungefähr beim fünften Versuch klappte die Kalibrierung.

Danach wieder den Mond angefahren.

Und wieder lag das Seestar daneben.

Interessanterweise war es dabei eigentlich nie weit vom Ziel entfernt. Mal knapp oberhalb des Mondes, mal knapp daneben. Warum die automatische Ausrichtung an diesem Abend trotzdem nicht richtig funktionierte, konnte ich in der kurzen Zeit leider nicht herausfinden.

Irgendwann war er dann aber da.

Das erste Bild des Mondes auf dem Display.

Ich wechselte in den Videomodus, stellte auf 2-fachen Zoom und RAW und nahm ein ungefähr 60 Sekunden langes Video auf.

Für größere Tests blieb leider keine Zeit – schließlich wollte mein Bekannter sein nagelneues S50 Pro irgendwann auch wieder zurückhaben. 😄

Also noch schnell an den PC, das Mondvideo gestackt und anschließend auf dem Smartphone ein wenig bearbeitet.

Und da ist es:

Mein erstes Bild mit dem Seestar S50 Pro.

Noch kein ausführlicher Test, noch kein endgültiges Urteil – sondern einfach die ersten zwei Stunden mit einem neuen Gerät.

Und die waren auf jeden Fall interessant.

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